Zurück in die Zukunft – endlich auf DVD!

Donnerstag, 26. September 2002

Den nachfolgenden Testbericht habe ich hier für Ciao.de verfasst.

Wurde auf einschlägigen Fanseiten im Internet schon seit Jahren auf das Erscheinen der DVD hingefiebert (Universal kündigte damals an, Zurück in die Zukunft werde einer der ersten 10 auf DVD veröffentlichten Filme), so freut es mich um so mehr, dass es jetzt wirklich so weit ist: Seit dem 26. September 2002 gibt es die Triologie als Digital Versatile Disk im Handel.

Da ich alle Teile der Triologie schon seit Ewigkeiten als meine Lieblingsfilme bezeichne, möchte ich ihnen meine erste Filmkritik (eigentlich nicht so meine Stärke) bei Ciao widmen.

1. Story
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1.1 Zurück in die Zukunft

Die Story spielt im Jahre 1985. Marty McFly, ein Durchschnitts-Teenager, ist ein guter Freund des verrückten Wissenschaftlers “Doc” Emmett L. Brown. Als Marty ihn eines Tages besuchen will und nicht in seiner Wohnung findet, bekommt er einen Anruf von Doc. Er habe etwas bahnbrechendes erfunden und brauche Martys Hilfe.
Was in der kommenden Nacht passiert, hielt bisher niemand für möglich: Doc baute eine Zeitmaschine aus einem Sportwagen. Nach einem ersten Test der Zeitmaschine (Doc’s Hund Einstein wurde um eine Minute in die Zukunft geschickt) wird die Szenerie von Terroristen gestört. Sie erschießen Doc Brown, weil er ihnen Plutonium gestohlen hat, welches er zum Betreiben der Zeitmaschine benötigt.
Aus Angst, ebenfalls erschossen zu werden, steigt Marty in die Zeitmaschine ein und findet sich im Jahr 1955 wieder.
Sein Problem wird ihm schnell bewusst: Er hat kein Plutonium an Bord, welches er allerdings benötigt, um in seine Heimatzeit zurückkehren zu können. Allein eine Person kann ihm dabei helfen: der 1955er Doc Brown!
Als ob er nicht genug Probleme hätte, trifft Marty auf seinen Vater, den er vor einem Unfall rettet und damit seine eigene Existenz gefährdet. Wie es ausgeht? Schaut euch den Film an! :-)

Meine Meinung:
Der erste Teil ist für mich der Beste der Triologie. Die Story ist klar verständlich, der Film und die Handlung haben längst Kultstatus und die Textpassagen kenne ich mittlerweile auswendig.

1.2 Zurück in die Zukunft II

Wieder im Jahre 1985 angekommen, erscheint ein futuristisch aussehender Doc Brown in Martys Hauseinfahrt. Er müsse eine Mission erfüllen und brauche Martys Hilfe.
Dieses mal geht es in die Zukunft, genauer gesagt, in das Jahr 2015. Marty ist dort glücklich mit seiner 1985er Freundin Jennifer verheiratet, aber ihr gemeinsamer Sohn, Marty McFly Junior, macht große Probleme: Er wird zusammen mit Griff, einem stadtbekannten Schläger, bei einer Straftat festgenommen und verhaftet. Diesen Coup gilt es, zu verhindern. Natürlich treten auch hier obligatorische Probleme auf, die die Story ganz anders enden lassen, als man zunächst vielleicht dachte…

Meine Meinung:
Der zweite Teil ist durchaus ein würdiger Nachfolger. Allerdings muss man sich intensiver mit dem Film befassen, um ihn zu verstehen. Es wird sehr oft durch die Zeit gereist, und spätestens, wenn sich Doc und Marty später in einer Zeit wiederfinden, die sie selbst nicht verstehen, kann der Zuschauer schon mal leicht den Faden verlieren. Zwei- bis dreimal muss man sich den zweiten Teil also mindestens ansehen, aber ich kann aus Erfahrung sagen: Je öfter man ihn sieht, umso besser wird er!

1.3 Zurück in die Zukunft III

Nachdem der DeLorean am Ende von Teil 2 vom Blitz getroffen und schwer beschädigt wurde, erfährt Marty durch einen Brief von Doc, dass sich dieser im Wilden Westen befindet. Damit Marty wieder sicher nach Hause kommen kann (er befindet sich bedingt durch das Ende von Teil 2 noch im Jahr 1955), braucht er die Hilfe vom in dieser Zeit lebenden Doc. Als die beiden den DeLorean startklar machen und Marty zurück in die Zukunft schicken wollen, entdecken sie, dass Doc kurz nach nach seiner Ankunft im wilden Westen erschossen wurde. Marty entscheidet sich gegen der Anweisungen von Doc, ihn nicht zurück zu holen, und fährt in das Jahr 1885.

Meine Meinung:
Der dritte Teil ist insgesamt der ruhigste, meiner Meinung nach aber auch der langweiligste. Die Handlung wirkt hier am utopischsten, denn bei den anderen beiden Teilen kann man sich teilweise wirklich sagen: “Ja, so könnte es wirklich sein!”. Auch schade, dass die Triologie ein so plötzliches Ende findet, der die Hoffnungen auf einen vierten Teil komplett zunichte macht.

2. DVD-Features
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Mit über 5 (in Worten: FÜNF) Stunden Bonusmaterial macht Universal den Zurück-in-die-Zukunft-Fans ein besonderes Geschenk. Teilweise unveröffentlichtes oder neu produziertes Material wartet darauf, gesehen zu werden.

2.1 Zurück in die Zukunft

Making Of: ein ungewöhnlicher Blick hinter die Kulissen
Entstehung der Trilogie Teil 1: Rückblick auf die Schauspieler und Filmemacher
neuer Audiokommentar mit Regisseur und Produzent
witzige Outtakes
unveröffentlichte Szenen
Make-Up-Tests
Universals animierte Anekdoten – ganz neue Filmfakten
Produktionsarchiv: Fotografien, Original-Storyboards und Requisiten
Vergleich: Vom Storyboard zum Film
Original Kinotrailer

2.2 Zurück in die Zukunft II

Making Of: ein ungewöhnlicher Blick hinter die Kulissen
Entstehung der Trilogie Teil 2: Rückblick auf die Schauspieler und Filmemacher
witzige Outtakes
unveröffentlichte Szenen
Produktionsarchiv: Fotografien, Original-Storyboards und Requisiten
Vergleich: Vom Storyboard zum Film
Original Kinotrailer

2.3 Zurück in die Zukunft III

Making Of: ein ungewöhnlicher Blick hinter die Kulissen
Entstehung der Trilogie Teil 3: Rückblick auf die Schauspieler und Filmemacher
witzige Outtakes
unveröffentlichte Szenen
Produktionsarchiv: Fotografien, original Storyboards und Requisiten
ZZ Top-Musikvideo “Doubleback”
Vergleich: Vom Storyboard zum Film
Original Kinotrailer

2.4 Hier noch eine detailliertere Beschreibung einzelner Sequenzen:

2.4.1 Making Of’s:

Ich kann mir gut vorstellen, dass sie vor 17 Jahren für’s TV gedreht wurden, zumal das Bildformat 4:3 ist. Im Vergleich zu den ganzen Extras haben die Making Of’s noch eine ziemlich gute Bildqualität.
Zum Inhalt: Die Macher des Films lassen sich intensiv über die Idee und Realisierung zu den jeweiligen Filmen aus. Ich erfuhr zwar wenig Neues, aber die Erzählungen der Produzenten und Regisseure sind trotzdem einen Blick wert.

2.4.2 Entstehung der Triologie:

Hier lassen die Macher des Films die Triologie noch einmal revue passieren. Diese Aufnahmen entstanden wohl exklusiv für die DVD. Das Filmmaterial (Dreharbeiten, Filmszenen usw.) ist allerdings – bis auf die Interviews – exakt das selbe wie bei den Making Of’s.

2.4.3 Outtakes:

Versprecher, Stolperer und so weiter – teilweise ziemlich lustige Szenen, die nie vorher gezeigt wurden! Unbedingt sehenswert!

2.4.4 unveröffentlichte Szenen:

Teile des abgedrehten Films wurden nie gesendet, sie wurden aus Zeitgründen herausgeschnitten. Diese Szenen findet man hier vor – leider in einer ziemlich miserablen Qualität.
Gut auch, dass man in diesen Szenen die Antwort auf so manche Frage findet. zum Beispiel: Warum trägt Marty einen Haarfön, als er George im Schlaf erschrickt? Wieso kam George am nächsten Tag nicht zur Schule?

2.4.5 Make-up-Tests:

Sehr interessant, wie ich finde: Jeder Schauspieler wurde mehrmals geschminkt und jedes make-up vor laufender Kamera in verschiedenen Einstellungen getestet.

2.4.6 Universals Anekdoten:

Habe ich mir (noch) nicht angetan, laut Beschreibung werden während des Films neue Details eingeblendet, die den Zuschauer angeblich völlig vom Hocker reißen sollen.

2.4.7 Produktionsarchiv:

Fotos vom jeweiligen Film und vom Dreh. Etwas wirklich neues war für mich nicht dabei.

2.4.8 Vergleich – vom Storyboard zum Film:

Auf einem zweigeteilten Bildschirm sieht man eine Skizze aus dem Storyboard sowie die Umsetzung im Film. Sollte man sich mal ansehen, für meinen Geschmack etwas langweilig.

Die Extras waren für mich persönlich der wichtigste Kaufanreiz. Auch wenn nicht alle Sequenzen bisher unveröffentlicht waren, ist es doch schön, sie alle gesammelt an einem Platz zu haben. Die Bildqualität der Extras ist allerdings im Vergleich zu den eigentlichen Filmen relativ schlecht.

3. DVD-Fakten
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Bildformat: 1.85:1 / 16:9
Filmlänge: 111:16 (Teil 1), 103:37 (Teil 2), 113:25 (Teil 3)
Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1, DTS 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Englisch, Deutsch, Hebräisch

3.1 Qualität

3.1.1 Bild und Ton

Wer meinen Fernseher kennt, wird wissen, wieso ich dazu nicht viel schreiben kann – denn die schlechte Bild- und Tonqualität kommt von ihm und nicht von der DVD. Vielleicht ist jemand von der Ciao-Gemeinde so nett und kann, wenn er die DVDs unter die Lupe nimmt, etwas näher auf diese Punkte eingehen.
Im Vergleich zu anderen DVDs ist die Qualität jedoch völlig in Ordnung.

3.1.2 Verpackung

Die Box – also die Verpackung – ist qualitativ absolut super. Jedoch wurde bei der Erstellung von Box und Booklet zu flüchtig gearbeitet. Auf Anhieb fielen mir Rechtschreibfehler auf und gleich nach dem Öffnen der Box wies mich ein Zettel auf einen inhaltlichen Fehler hin, den ich allerdings nie fand. Vielleicht war er auf meiner Box bereits korrigiert.

4. Preis/Bezugsquellen
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Ich habe die DVD bereits im Juni bei amazon.de vorbestellt und pünktlich zum Erscheinungstermin bekommen. Der Preis beträgt ¤ 44,99 – das sind nicht mal 15 Euro pro DVD, was für Filme eines solchen Kalibers fast schon ein Witz ist.

5. Fazit
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Eine längst überfällige Veröffentlichung hat endlich ihren Weg in die Kaufhausregale gefunden. Auch wenn der Film bereits 17 Jahre alt ist, gibt es für wahre Fans wohl nichts schöneres, als sich diesen Film in Top-Qualität zu Gemüte zu führen, von den teils noch unveröffentlichten Specials mal ganz abgesehen. Ich bin einfach nur begeistert, die fünf Sterne dürften sich daher von selbst verstehen!

6. Aktualisierungen
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30.09.2002 Wegen vieler Kommentare mit Wünschen und Anregungen (vielen Dank an dieser Stelle!) habe ich den Bericht nochmals überarbeitet. Bitte schreibt mir, falls ihr noch Punkte vermissen solltet.


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