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Mittwoch, 16. Oktober 2002

Den nachfolgenden Testbericht habe ich hier für Ciao.de verfasst.

Eine Webcam hielt ich lange Zeit für eine unsinnige Spielerei. Das denke ich zum Teil heute immer noch, allerdings muss ich zugeben, dass es unheimlich viel Spaß macht, mit diesen Teilen rumzuspielen. Deshalb habe ich mich auch nicht für ein Spitzenmodell entschieden, sondern für die QuickCam Express aus dem Hause Logitech.

1. Preis
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Leider weiß ich nicht mehr genau, zu welchem Preis ich die Kamera gekauft habe, es war irgendwas zwischen ¤ 30,- und ¤ 40,-.
Gekauft habe ich sie beim MediaMarkt in Krefeld.

2. Systemanforderungen
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Windows 9x/ME/2000/XP
Pentium 200 MHz (266 MHz oder höher mit MMX empfohlen)
Freie USB-Schnittstelle
16 MB RAM
50 MB freier Festplattenspeicher
CD-ROM-Laufwerk
16-Bit-Farbanzeige (High Color)
Soundkarte

Windows NT wird wegen der fehlenden USB-Funktionalität nicht unterstützt, Windows 95 erst ab Version C. Die Soundkarte benötigt man nur für Chatsysteme à la NetMeeting (wenn man also nur Bilder übertragen will, kann man getrost auf sie verzichten).

3. Verpackung/Zubehör
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Die Verpackung ist Logitech-typisch (grün/weißer Pappkarton mit Produktabbildung). Die Kamera befindet sich in einer Art Plastikschale.

Der Lieferumfang ist nicht grade üppig, aber völlig ausreichend. Neben der Kamera sind noch eine CD und eine kurze Bedienungsanleitung enthalten.

4. Design
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Die Kamera sieht zweckgemäß und schnörkellos aus, wie man auch auf dem Ciao-Produktbild sehen kann. Unter der eigentlichen Kamera befindet sich ein Standfuß, mit dem man die Kamera arretieren kann. Der Standfuß steht ziemlich fest und die Kamera wird auch relativ fest gehalten, leider entwickelt sie durch das USB-Kabel, welches nach hinten von der Kamera weg geht, ihr “Eigenleben”. Dies ist aber nicht besonders schlimm, wenn man das Kabel geschickt verlegt oder irgendwo mit Klebeband befestigt.

5. Einrichtung
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5.1 Treiber

Unter Windows 2000 ist die Kamera schnell installiert. Sie wird direkt nach dem Einstöpseln als Webcam erkannt. Windows braucht dann nur noch die Treiber, welche sich auf der mitgelieferten CD befinden. Fertig.
Unter Windows XP geht es sogar ohne die Treiber-CD, es wird einfach ein Standardtreiber aus der Windows-XP-Treiberbibliothek installiert.
Andere Systeme habe ich nicht getestet.

5.2 Programme

Es werden mehrere Programme auf der CD mitgeliefert, unter anderem ein Programm, mit dem man Videos oder Einzelbilder erstellen, bearbeiten und publizieren kann und ein Plugin für den Yahoo-Messenger. Diese Programme habe ich jedoch nicht getestet, da sie für meine Anwendungszwecke nicht die passenden Funktionen bieten.
Also habe ich mich im Internet nach Programmen von Drittanbietern auf die Suche gemacht und bin so auf “visionsGS Private Edition” gestoßen, mehr dazu später.

Wichtig: Die Kamera lässt sich von allen Standard-Webcam-Programmen ansteuern, deshalb sollte man unbedingt mal Alternativen zu den mitgelieferten Logitech-Programmen testen. Der Share-/Freeware-Markt ist voll davon und Programmieren von eigenen Anwendungen ist ebenfalls möglich, was ich demnächst einmal versuchen werde.

Auch wichtig: Die Schnittstelle ist für “Exklusiv-Betrieb” ausgelegt, das heißt, es kann immer nur eine Anwendung gleichzeitig auf die Kamera zugreifen!

6. praktischer Betrieb
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Die Kamera unterstützt die Auflösungen 160×120 Pixel, 320×240 Pixel und 640×480 Pixel, wobei die mittlere Auflösung der beste Kompromiss zwischen Größe und Bildqualität zu sein scheint. Ich verwende zur Zeit 640×480 Pixel, wobei ich das Bild anschließend von visionsGS auf 320×240 Pixel herunterskalieren lasse. Das ergibt ein fast gestochen scharfes Bild.

Man merkt allerdings, dass die Kamera Probleme mit zu hellen oder zu dunklen Umgebungen hat. Trotz (abschaltbarer) automatischer Belichtungseinstellung wirkt das Bild bei zu hellen Umgebungen überbelichtet und bei zu dunklen Umgebungen unterbelichtet. Bei letzterem kommen teilweise sehr grobe Pixelerscheinungen und farbige Streifen hinzu.

Zum Programm “visionsGS”, welches ich verwende, möchte ich nicht viel schreiben, da das Programm nicht Thema dieses Berichtes ist. Jeder muss selbst wissen, für was er die Kamera hauptsächlich einsetzen will und sollte danach seine individuelle Programmwahl treffen.
Ich setze die Kamera hauptsächlich für Landschaftsaufnahmen ein. Das heißt, ich positioniere sie beispielsweise an meinem Fenster und stelle ein minütlich aktualisiertes Bild auf meinen Server. Dieses Bild ist dann für jeden abrufbar. visionsGS eignet sich für diese Aufgabe sehr gut, da das Programm sowohl einen FTP-Server ansteuern, aber das Bild auch lokal ablegen kann. Außerdem lässt sich das Bild automatisch skalieren, in der Helligkeit/Farbtiefe verändern und natürlich lassen sich auch Kommentare oder Daten in das Bild einbinden.

7. Fazit
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Wer ein aktuelles Bild der Webcam sehen möchte, kann gerne einmal zu http://dwn.ath.cx surfen und sich selbst überzeugen. Da ich diese Cam hauptsächlich für Außenaufnahmen gekauft habe, überlege ich derzeit, mir noch eine zweite (für die Innenansicht) zuzulegen. Leider weiß ich nicht, ob das technisch machbar ist, ich denke aber schon, da ich gesehen habe, dass das Logitech-Programm verschiedene Webcams gleichzeitig ansteuern konnte.
Die Bildqualität ist für meine Bedürfnisse und den ziemlich günstigen Preis völlig in Ordnung, allerdings für professionellen Betrieb nicht geeignet.
Daher – besonders für die schlechten Aufnahmen bei besonders hellen oder dunklen Umgebungen – gebe ich der Kamera nur 3 Sterne. Insgesamt aber trotzdem ein zu empfehlendes Einsteigermodell.


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