ein Monat Twitter – ein Fazit

Freitag, 10. Juli 2009

Ich habe mich vor ziemlich genau einem Monat dazu entschlossen, mal bei Twitter reinzuschnuppern. Nun ziehe ich ein erstes Fazit.

Nach der Anmeldung bei Twitter (Wieso? Weil jeder darüber redet!) wusste ich zu Erst nicht so recht, was ich dort sollte. Ich sah nur ein 140 Zeichen fassendes Textfeld und die Möglichkeit, anderen Leuten zu folgen oder verfolgt zu werden. Aber ich wusste niemanden, dem ich “folgen” sollte.

Also schrieb ich direkt mal in dieses Textfeld, dass ich jetzt bei Twitter bin und meine ersten Schritte mache. Nichts passierte. Die Twitter-Homepage ist nun mal keine mit Features überladene Internetseite, sondern eine wenig verschnörkelte, aufs Wesentliche beschränkte Plattform. Und genau das regte mich dazu an, mich intensiver mit dem Medium auseinander zu setzen.

In den kommenden Wochen tat sich erst mal nicht viel. Wildfremde Leute haben mich in Twitter auf ihre Liste gesetzt, wobei das meistens nur Spammer waren, die in ihren Tweets (=Nachrichten) für irgendwelche dubiosen Seiten warben. Diese Follower wurden sofort geblockt.

Dann verknüpfte ich über ein Plugin meine Homepage mit meinem Twitter-Account und plötzlich fing die Sache an, Sinn zu machen. Zum Einen wurden neue Artikel auf meiner Homepage als Tweet bei Twitter veröffentlicht und zum Anderen wurden meine Tweets von nun an auf meine Homepage gepackt. Der Gedanke von “RSS Deluxe” machte sich bei mir breit. Twitter scheint also eine nette Geschichte zu sein, um RSS-Feeds ein Gesicht und einen Namen zu geben.

Ich informierte mich über weitere Plugins. Zu Erst für mein Windows-Mobile-Handy, jetzt konnte ich nun mit Hilfe eines kleinen Programmes Tweets von unterwegs aus verfassen, was ich auch bei meinem London-Aufenthalt nutzte. Diese Tweets landeten wiederrum auch auf meiner Homepage, sehr schön. Die Besucher sind also sofort im Bilde, was ich gerade wo mache. Dann gibt es noch eine ganze Reihe an Twitter-Erweiterungen für den Firefox. Auch schön, dann kann man direkt von der Statusleiste aus Tweets lesen und schreiben.

Aber mir fehlten noch die passenden Connections. Bekannte, die auch mit Twitter arbeiten, damit das Ganze auch richtig Sinn macht. Also suchte ich nach meinem Heimatort und fand gleich 2-3 User aus der Nähe, denen ich einfach mal “folgte”, so entwickelten sich die ersten interessanten Kurzgespräche.

Dann gibt es noch Accounts bei Twitter, die einfach aus umgewandelten RSS-Feeds bestehen, zum Beispiel von Heise Online oder Kicker. Da ich die Feeds vorher auf der Google-Startseite abonniert hatte, konnte ich sie auch gleich in Twitter packen, um mit einer einheitlichen Oberfläche immer auf dem Laufenden zu sein.

Plötzlich macht Twitter Spaß.

Ich entdecke bekannte Persönlichkeiten wie Oliver Pocher oder Reiner Callmund. Denen folgte ich gleich auch mal und “Calli” meldet sich sogar bei mir und bedankt sich fürs Folgen. Okay – ich bin jetzt nicht so naiv, dass ich wirklich glaube, er selbst hätte mir geschrieben, aber das schreibt er auch in seinem Profil. Seine Frau helfe ihm ein bißchen beim “Zwitschern”. Ein netter Kontakt auf jeden Fall, so bleibt man am Ball.

Wenn jetzt jeder Twittern würde…

…hätte jeder einen Informationsüberblick, so wie er ihn braucht. Es gäbe keine überteuerten Massen-SMS mehr. Niemand muss sich mehr fragen, was am Wochenende im Freundeskreis passiert. Das bekommt man alles über Twitter mit. Grüße aus dem Urlaub? Mit Twitter kein Problem, ein mal abgeschickt und alle haben was davon.

Ich bin jedenfalls ganz angetan und werde das weiter verfolgen. Twitter ist kein Larifari-Web2.0, sondern eine ganz neue Facette, die es langfristig zu entdecken gilt.


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One Response to “ein Monat Twitter – ein Fazit”

  1. Fohlenelf schreibt:

    Finde mich in deinem Artikel wieder. gg Vielleicht noch als Tipp nach Hobby suchen. Da findet man auch schnell Leute. Mit der Homepage haben wir noch vor uns, wir aber nicht mehr lange dauern.

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